„EU-Gemeinderäte braucht das Burgenland“
Am 19.1.2012 lud die Regionalmanagement Burgenland GmbH zum Pressegespräch, um die neue Initiative „EU-Gemeinderäte/innen braucht das Burgenland" vorzustellen und zu zeigen, wie die burgenländischen Gemeinden 2012 und darüber hinaus davon profitieren können.
Die EU ist während der letzten Monate kaum aus den Schlagzeilen gekommen, die Verunsicherung steigt - auch in den Gemeinden.
Was wird aus dem Euro?
Wie geht es mit Europa weiter?
Was bedeutet das für das Burgenland, was für unsere Gemeinde?
Welche Chancen haben wir als Gemeinde überhaupt in der EU und wie können wir diese noch besser nützen?
Wie gelangen wir zu allen relevanten Informationen über Entscheidungen der EU?
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen, hat sich das RMB entschieden, 2012 die ambitionierte Initiative „EU-Gemeinderäte braucht das Burgenland" zu starten.
Statements:
Regionalmanagement Burgenland GmbH
WHR Mag. Georg Schachinger
„Meist sind es die Bürgermeister, die die besorgte Stimmung der Bevölkerung zu spüren bekommen. Zu deren Entlastung und im Interesse einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung ist es jetzt dringender denn je erforderlich, die Vorteile eines gemeinsamen Europa in den Gemeinden des Burgenlandes besser sichtbar und spürbar zu machen.
Dieses Ziel soll im Jahr 2012 in möglichst vielen der 171 burgenländischen Gemeinden durch die Ausbildung und den Einsatz von so genannten EU-Gemeinderäten erreicht werden.
Bei diesen EU-Gemeinderäten muss es sich nicht ausschließlich um politische Entscheidungsträger in der Gemeinde handeln, es können sich durchaus auch Personen engagieren, die sich für das Thema EU interessieren und die als Ansprechpersonen bzw. Wissensträger fungieren möchten.
Auch - und vielleicht sogar besonders - junge Menschen sind gefragt, da sie dem Thema EU in der Regel offener gegenüber stehen. Diese Funktion ist kein politisches Amt und wird ehrenamtlich ausgeführt.
Damit die EU-Gemeinderäte ihre Aufgabe auch gut machen können, werden sie im Rahmen von kurzen Schulungen EU-Wissen erwerben und auch entsprechende Kontakte zu den relevanten Institutionen aufnehmen. Eine gemeinsame Reise nach Brüssel und Straßburg bildet den Höhepunkt der Initiative 2012. Natürlich werden diese EU-Gemeinderäte während der gesamten Zeit betreut und mit entsprechenden Informationen versorgt, auch über 2012 hinaus. Wir erwarten uns, dass so das Thema EU in den Gemeinden präsenter wird."
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Mag. Arnold Obermayr
„Mit der seit Anfang 2010 bestehenden gesamtösterreichischen Initiative „Europa fängt in den Gemeinden an", versuchen das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und die Vertretung der Europäischen Kommission EU in möglichst vielen österreichischen Gemeinden EU Gemeinderäte zu gewinnen. Wir begrüßen die Initiative des RMBs ein speziell für das Burgenland entwickelte Europakommunikation in den Gemeinden zu starten. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten fungiert in diesem Rahmen als Partner. Unser gemeinsames Ziel ist die EU in den Gemeinden „(be)greifbarer" zu machen."
Arge S2
DI Gerhard Schlögl
„Wir planen als unmittelbar nächsten Schritt, die direkte Kontaktaufnahme mit den 171 burgenländischen Bürgermeistern, Bürgermeisterinnen, um das Projekt vorzustellen und interessierte Personen für die Mitarbeit zu gewinnen. Unsere Herausforderung wird sein, in möglichst vielen Gemeinden 1-2 Personen zu finden, die bereit sind, ehrenamtlich vor Ort als Wissensträger zu fungieren und die Gemeinde zu unterstützen. Dabei spielt sicherlich die persönliche Haltung eine wesentliche Rolle. Geeignet sind Personen, die - ob im Gemeinderat tätig oder nicht - an der EU interessiert sind und die der Idee eines vereinten Europas nach wie vor positiv gegenüber stehen."
