„Innovationsoffensive Burgenland 2020“

PK Innovationsoffensive Burgenland © LMS

LH Niessl beauftragt WiBAG mit Erstellung eines Aktionsplanes Eisenstadt (BLMS) - Die Ergebnisse einer Evaluierung im Bereich Innovation, Forschung & Entwicklung (F&E) des Phasing Out-Programms 2007-2013 wurden heute von Landeshauptmann Hans Niessl präsentiert. Zur Analyse wurden insbesondere die F&E-Quote und die Zusammensetzung der Finanzierung und Entwicklung derselben in absoluten Zahlen und im Bundesländervergleich herangezogen.

 Die F&E-Quote des Burgenlandes liegt laut Statistik Austria aus dem Jahr 2009 (Basis 2007) bei 0,59 Prozent, wogegen jene im Österreichdurchschnitt 2,54 Prozent beträgt. Das Ergebnis ist vor allem auf den im Bundesländervergleich noch immer überproportionalen Wertschöpfungsanteil im primären Sektor (Land- und Forstwirtschaft) und den unterdurchschnittlich ausgeprägten sekundären Produktionssektor sowie auf die im Bundesländervergleich wesentlich geringere Anzahl von forschungsintensiven Großbetrieben mit über 250 Beschäftigten zurück zu führen. Landeshauptmann Hans Niessl will nun einen Aufholprozess starten und beauftragte daher die WiBAG mit der Erstellung eines Aktionsplanes – „Innovationsoffensive Burgenland 2020“.

„Ausgangspunkt für den Aktionsplan wird ein Innovationsgipfel sein, zu dem ich für den kommenden Freitag einlade. Gemeinsam mit den Spitzen der burgenländischen Wirtschaft sind wir gefordert, Rahmenbedingungen zu setzen, um die Defizite auszugleichen. Ziel ist es, die Quote schrittweise anzuheben und moderne Arbeitsplätze durch Innovation zu schaffen. Insgesamt 50 Millionen Euro von EU, Bund und Land werden im Rahmen des Phasing Out in die Hand genommen, dies ist für das Burgenland ein wichtiger Impuls. Wir werden versuchen, dass sowohl Leitbetriebe als auch Klein- und Mittelunternehmen von diesem attraktiven Angebot Gebrauch machen“, zeigt sich Niessl entschlossen.

Georg Schachinger vom RMB erklärte, dass „die bereitgestellten Fördermittel von der burgenländischen Wirtschaft nicht im geplanten Ausmaß „abgeholt“ wurden. Es ist daher notwendig, dass nunmehr durch gezielte Maßnahmen, wie die Erstellung eines Aktionsplanes steuernd eingegriffen werde, um einen entsprechenden Aufholprozess zu starten“.

Die Evaluierung durchgeführt hat Pöchhacker Innovation Consulting im Auftrag der EU-Verwaltungsbehörde im RMB. Dazu Mag. Gerlinde Pöchhacker-Tröscher: „Bisher wurden 33,9 Prozent der Mittel ausgeschöpft. Bis Ende 2015 können diese Mittel noch ausbezahlt werden. Im Bereich der Patentanmeldungen zeigt sich im Burgenland ein erfreuliches Bild. 72 Prozent der Patente konnten erfolgreich angemeldet werden, österreichweit sind es 48 Prozent.“

Beim kumulierten Zuwachs unselbstständig Beschäftigter zwischen 2000 und 2009 liegt das Burgenland mit 35 Jobs über den Österreichdurchschnitt von 29 Jobs. WiBAG-Vorstandirektor Peter Schmitl begrüßte die Initiative zur Erstellung eines Aktionsplanes. Die WiBAG werde namhafte Experten des Bundes – der Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) und der Forschungsförderungsgesellschaft m.b.H. (FFG) – sowie solche des Landes (Technologieoffensive Burgenland GmbH und Business and Innovation Centre – BIC Burgenland Ges mbH) und die Sozialpartner (Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Arbeiterkammer) zu einer Task-Force-Arbeitsgruppe einladen. Ziel ist es, das die F&E-Quote des Burgenlandes bereits bis 2015 deutlich verbessert werden soll und das Burgenland bis 2020 im Mittelfeld der österreichischen Bundesländer liegt.

Mehr Informationen zum Phasing Out-Programm Burgenland www.phasing-out.at

 

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