Wie wirken EU-Förderungen?
Volkswirtschaftliche Effekte von EU-Förderprogrammen am Beispiel Lutzmannsburg.
Erstmals wurden in Österreich die (Aus-)Wirkungen der EU-Förderungen wissenschaftlich untersucht. Die im Auftrag der Regionalmanagement Burgenland GmbH erstellte Studie zum Thema „Makro-ökonomische Effekte der Tourismus-Förderungen in Lutzmannsburg/Frankenau" zeigt wie Förderungen volkswirtschaftlich „greifen".
Die Förderung der Sonnentherme Lutzmannsburg/Frankenau und die damit zusammenhängende Tourismusinfrastruktur kann als Erfolgsstory bezeichnet werden. Der volkswirtschaftliche Nutzen ist bereits nach elf Jahren doppelt so hoch wie der Förderungs-Input. Einem Förderungsvolumen von € 29 Mio. stehen volkswirtschaftliche Effekte von € 59 Mio. gegenüber. Basis dieses positiven Saldos war die Schaffung von durchschnittlich 288 neu geschaffenen Arbeitsplätzen für die Jahre 1996 bis 2006. Davon entfallen 165 Arbeitsplätze auf die Förderungsnehmer, 123 Arbeitsplätze wurden indirekt im Einzelhandel, der Gastronomie oder den persönlichen Dienstleistungen bzw. bei Lieferanten der Fördernehmer in der Region geschaffen. Vier geförderte Arbeitsplätze bringen automatisch drei zusätzliche Arbeitsplätze in der Region.
Die Kommunalsteuereinnahmen belaufen sich für den Untersuchungszeitraum auf rd. € 2 Mio.. Dazu kommen Lohn- und Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Sozialabgaben in der Höhe von € 43 Mio. sowie Entlastungen der Budgets des Arbeitsmarktservice und der Krankenversicherung in der Größenordnung von € 9 Mio.. Die Mehrwertsteuer aus der zusätzlichen Kaufkraft der Beschäftigten liegt bei € 5 Mio.. Diese Bilanz wird sich jährlich verbessern.
Bis 2020 rechnet Andreas Kreutzer von KREUTZER FISCHER & PARTNER bei den bisherigen Förderungsnehmern mit einem zusätzlichen Umsatz von knapp € 400 Mio.. Das derzeitige Beschäftigungsniveau von alleine rd. 360 Arbeitsplätzen bei den Fördernehmern könnte um etwa weitere 40 Arbeitsplätze aufgestockt werden. Dazu kommen die indirekten Arbeitsplätze in einer Größenordnung von weiteren 300 Beschäftigten. Auch unter Berücksichtigung von weiteren kleineren Förderungen im Rahmen des Phasing Out-Programms dürfte bis 2020 der volkswirtschaftliche Output bei zusätzlich € 200 Mio. liegen.
Die Evaluierung zeigt deutlich auf, dass die Förderung von Leitbetrieben bzw. Cluster-Konzepten der Förderung von Mikro-Unternehmen der Vorzug zu geben ist, da dort in Relation zur eingesetzten Förderungssumme insgesamt, also direkt und indirekt mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Rückfragehinweis zur Studie:
Mag. Andreas Kreutzer
Kreutzer, Fischer & Partner
Wimbergergasse 14-16
1070 Wien
Tel.: +43 1 470 65 10
Fax: +43 1 470 65 10 - 15
e-mail: office@kfp.at
Rückfragehinweis zum Umsetzungsstand der
EU-Förderprogramme im Burgenland:
Mag. Otto Sebestyén
RMB Abt. Monitoring
Technologiezentrum
7000 Eisenstadt
Tel.: +43 (0) 5 9010 / 2460
Fax: +43 (0) 5 9010 / 2410
otto.sebestyen@rmb.co.at
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